Individualpsychologie Alfred Adler: 

 

Sie ist eine Tiefenpsychologie im Sinnes eines ganzheitlichen Menschenbildes: in allen Eigenheiten und Auffälligkeiten des nervösen Charakters steckt stets die ganze Person als steuerndes Aktionszentrum; und so verschiedenartig die Aufgaben und Probleme, die Situationen und Personen sind, mit denen der Einzelne es zu tun bekommt, stets reagiert er darauf in einer nur für ihn typischen, von einem inneren Ideal oder Bewegungsgesetz bestimmten Art und Weise.  

 

Die Beziehung des Einzelnen zu seinen wichtigsten Bezugspersonen, zur Gesellschaft und ihren Institutionen als Beweggrund störenden bzw. neurotischen Verhaltens wird dabei in seiner wechselseitigen Beeinflussung in den Blick genommen. Genetische Dispositionen und physiologische Hirnprozesse werden als (un-)veränderbare Wirkgrößen auf alle seelischen und körperlichen Funktionen gesehen. Im Mittelpunkt therapeutischer Arbeit steht die Art und Weise des Gebrauchs, der von diesem Material be- bzw. unbewusst gemacht wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Damit wird die Würde des Menschen als handelndes -nicht nur als sich verhaltendes- Wesen anerkannt, und sie ermöglicht in Erziehung, Beratung und Therapie eine optimistische Grundhaltung. Sie schreibt dem Einzelnen und seinen Bezugspersonen damit aber auch eine Verantwortlichkeit zu, den Grund der Beschwernisse anzuerkennen, in geduldiger Beharrlichkeit den rechten Gebrauch eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln bzw. zu erweitern. 

(vgl. Brunner, Titze: Wörterbuch der IP, S. 246-248)

Beispiele aus der Therapie:

mit Kindern im Werkraum.... 

"ich brauche Schutz, fühle mich bedroht,..."
"Ich traue mir wenig bis nichts zu...."


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