Synoptischer Behandlungsansatz:


Einem multimodalen Ansatz verpflichtet, den die multifaktoriellen Störungsbilder erforderlich machen, integrieren wir verschiedene psychodynamische Theorien und Behandlungsansätze zu einem für den jeweiligen Patienten und sein Bezugssystem zugeschnittenes Therapiekonzept. Die Grundlage für diese Therapieplanung, -reflexion stellt die OPD-KJ (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter) dar, mit ihren Achsen "Beziehung", "Konflikt", "Psychische Struktur" "Behandlungsvoraussetzungen". Da die Entwicklung eines Kindes immer Kontext bezogen betrachtet werden muss, schließt dies den Einbezug entwicklungsrelevanter Bereiche wie (Patchwork-)Familie, Spiel, Schule, Freundesgruppe etc. mit ein.

Selbstverständlich ist, dass rein organische Ursachen als Grund für das Störungsbild im Vorfeld ausgeschlossen werden. Eine enge Kooperation mit entsprechenden Medizinern, insbesondere dem behandelnden Pädiater, dem Kinder- und Jugendpsychiater, ist somit erforderlich, wenn es um psychosomatische Wechselwirkungen mit krankheitsbedingenden Folgen geht.

Je nach Störungsbild nutzen wir im Behandlungsverlauf Methoden und Techniken der analytischen, tiefenpsychologisch fundierten Einzel- und Gruppentherapie und auch situativ der Verhaltenstherapie. In der Arbeit mit traumatisierten Menschen sehe ich in der Methode des EMDR eine wirksame Technik. Hypnotherapeutische Techniken, spezielle Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelrelaxation sind eine hilfreiche Ergänzung des Behandlungssetting bei entsprechenden Indikationen.

Eine begleitende Behandlung der Eltern im Rahmen der Kindertherapien ist aus meinem Verständnis zwingend notwendig. Bei Jugendlichentherapien kann sie noch notwendig und hilfreich sein und bei Therapien mit Adoleszenten bzw. jungen Erwachsenen stellt sie eher eine Ausnahme dar. Eine besondere Dienstleistung meiner Praxis stellt das Angebot der Bezugspersonengruppen dar, die parallel zu den Gruppentherapien der Kinder bzw. Jugendlichen stattfinden und vom gleichen Leiterpaar begleitet werden, das auch die Kinder- und Jugendlichengruppe begleitet. Sie bieten den Eltern spezielle Erfarungs-, Nachreifungs- und Vernetzungsmöglichkeiten.

Lebt ihr Kind überwiegend oder zeitweise in pädagogischen Einrichtungen, so ist eine enge Kooperation mit deren Mitarbeitern grundsätzlich hilfreich, sofern sie uns diesen Einrichtungen bzw. dem Jugendamt gegenüber von der Schweigepflicht entbinden wollen. Vertragsnehmer sind alleinig die Sorgeberechtigten des/der Patientin. Eine vollständige Delegation der Bezugspersonenstd. an diese Mitarbeiter ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. 

10 jähriges Praxisjubiläum